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Redis-Installation

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Editionen: Alle
Versionen: 6.5.0+

 

VIMP benötigt für bestimmte Funktionen zusätzlich eine Redis-Datenbank.

 

Im Folgenden erklären wir die Installation und Einrichtung Schritt für Schritt für Debian/Ubuntu und RedHat/AlmaLinux basierende Distributionen.

 

Debian 13/Ubuntu 24.04

Wir prüfen zunächst, in welcher Version Redis im Repository vorliegt:

 

apt-cache madison redis-server

 

Erhalten Sie eine Ausgabe wie z.B.:

 

redis-server | 5:6.0.16-1ubuntu1.1 | http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-updates/universe amd64 Packages
redis-server | 5:6.0.16-1ubuntu1.1 | http://security.ubuntu.com/ubuntu jammy-security/universe amd64 Packages
redis-server | 5:6.0.16-1ubuntu1 | http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu jammy/universe amd64 Packages

 

dann liegt Redis in Version 6.0.x vor und wir müssen Redis aus dem offiziellen Redis-Repository installieren (nächster Abschnitt). Ist die Version dagegen mindestens 6.2, dann kann Redis aus dem Distributions-Repository installiert werden (übernächster Abschnitt).

 

Redis aus dem Redis-Repostory installieren 

sudo apt update
sudo apt install -y lsb-release curl gpg

curl -fsSL https://packages.redis.io/gpg \
  | sudo gpg --dearmor -o /usr/share/keyrings/redis-archive-keyring.gpg

sudo chmod 644 /usr/share/keyrings/redis-archive-keyring.gpg

echo "deb [signed-by=/usr/share/keyrings/redis-archive-keyring.gpg] https://packages.redis.io/deb $(lsb_release -cs) main" \
  | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/redis.list

sudo apt update

 

Anschließend prüfen wir nochmals die nun verfügbaren Redis-Versionen:

 

apt-cache madison redis-server

 

Und installieren eine Version >6.2 gezielt, z.B.:

 

sudo apt install \
  redis-server=6:7.4.11-1rl1~jammy1 \
  redis-tools=6:7.4.11-1rl1~jammy1

 

und überprüfen die Version:

 

redis-cli -v

 

Fertig, Redis ist installiert.

 

Redis aus dem Distributions-Repostory installieren

Für den Fall, dass die erste Versionsabfrage ohne Redis-Repository bereits eine Version 6.2.x oder höher bereit hält, dann installieren wir Redis mit nur dem folgenden Befehl:

 

apt install redis-server redis-tools

 

Bitte prüfen Sie die installierte Redis-Version:

 

redis-cli -v

 

Fertig!

 

Redis PHP-Erweiterung installieren 

Abschließend muss noch die PHP-Erweiterung für Redis installiert werden:

 

apt install php8.3-redis

 

Sofern Sie eine abweichende PHP-Version einsetzen, ändern Sie diese im Command bitte entsprechend ab (z.B. php8.2-redis).

 

Benutzer erstellen

Anschließend erstellen wir einen neuen Benutzeraccount für den Redis-Server:

 

redis-cli

 

ACL SETUSER vimp resetkeys resetchannels -@all +@read +@write +@scripting
ACL SETUSER vimp on >MySecretPassword123 ~* resetchannels

 

Ersetzen Sie dabei MySecretPassword123 mit einem sicheren Passwort.

 

Und wir verlassen die Redis-Konsole wieder:

exit

 

Ihre Redis-Datenbank ist nun erfolgreich eingerichtet und betriebsbereit.

 

 

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 9/AlmaLinux 9

Die folgenden Schritte beschreiben die Installation und grundlegende Konfiguration von Redis unter RHEL 9 und AlmaLinux 9.

 

Wir gehen davon aus, dass die Befehle als Benutzer root ausgeführt werden. Andernfalls muss jeweils sudo vorangestellt werden.

 

Redis installieren

Zunächst aktualisieren wir die Paketinformationen:

 

dnf makecache

 

Anschließend prüfen wir, welche Redis-Versionen verfügbar sind:

 

dnf module list redis

 

Wir installieren Redis 7 über den entsprechenden AppStream-Modulstream:

 

dnf module install -y redis:7

 

Dieser Befehl installiert Redis einschließlich der benötigten Abhängigkeiten.

 

Die installierte Version überprüfen wir mit:

 

redis-server --version

 

Redis-Dienst aktivieren und starten

Damit Redis automatisch beim Systemstart ausgeführt wird, aktivieren und starten wir den Dienst:

 

systemctl enable --now redis

 

Anschließend überprüfen wir den Status:

 

systemctl status redis

 

Der Dienst sollte als active (running) angezeigt werden.

 

Wichtig: Unter RHEL und AlmaLinux heißt der systemd-Dienst redis und nicht redis-server, wie häufig unter Debian und Ubuntu.

 

Redis konfigurieren

Die Redis-Konfigurationsdatei befindet sich unter:

 

/etc/redis/redis.conf

 

Wir öffnen diese mit einem Texteditor:

 

nano /etc/redis/redis.conf

 

Sofern Redis ausschließlich lokal von VIMP verwendet wird, sollten folgende Einstellungen vorhanden sein:

 

bind 127.0.0.1 -::1
protected-mode yes
port 6379

 

Damit akzeptiert Redis Verbindungen über die lokale Loopback-Schnittstelle und ist nicht über eine externe Netzwerkschnittstelle erreichbar.

 

Nach Änderungen an der Konfiguration starten wir Redis neu:

 

systemctl restart redis

 

Redis-Verbindung testen

Mit folgendem Befehl überprüfen wir, ob Redis erreichbar ist:

 

redis-cli ping

 

Bei erfolgreicher Verbindung erhalten wir die Antwort:

 

PONG

 

Der Test setzt voraus, dass für die Verbindung noch keine Authentifizierung erforderlich ist. Wurde bereits eine Authentifizierung eingerichtet, muss der Test mit den entsprechenden Zugangsdaten erfolgen.

 

Redis-Benutzer und Zugriffsrechte konfigurieren

Für die Verwendung mit VIMP können nun die Redis-Benutzer und deren Zugriffsrechte über ACL (Access Control Lists) eingerichtet werden.

 

Die Einrichtung erfolgt unter RHEL und AlmaLinux grundsätzlich genauso wie unter Debian und Ubuntu.

 

redis-cli

 

ACL SETUSER vimp resetkeys resetchannels -@all +@read +@write +@scripting
ACL SETUSER vimp on >MySecretPassword123 ~* resetchannels

 

Ersetzen Sie dabei MySecretPassword123 mit einem sicheren Passwort.

 

Und wir verlassen die Redis-Konsole wieder:

exit

 

Hinweis: Werden Redis-Benutzer über ACL SETUSER eingerichtet, müssen die Einstellungen dauerhaft gespeichert werden. Ohne separate ACL-Datei ist dies über CONFIG REWRITE möglich. Wird eine ACL-Datei (aclfile) verwendet, erfolgt die Speicherung dagegen über ACL SAVE.

 

Ihre Redis-Datenbank ist nun erfolgreich eingerichtet und betriebsbereit.

 


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